Aus der Kreistagsfraktion: 100 Prozent Glasfaser für den Landkreis Fulda
22.09.2010
Aus der Kreistagsfraktion: 100 Prozent Glasfaser für den Landkreis Fulda
Von Frankfurt kommend zieht sich ein Lichtwellenleiter-Kabel parallel zur Autobahn A66 bis zum Dreieck Fulda, schwenkt dann und verlässt im Norden bei Eiterfeld-Reckrod den Landkreis Fulda.
Dieses Glasfaserkabel liegt direkt neben der Erdgas-Pipeline der WINGAS TRANSPORT, die das Glasfasernetz auch zur Nutzung vermietet, so dass der Anschluss an internationale Netze möglich ist und durch den Aufbau von kleineren regionalen Ringen durch Telekommunikationsgesellschaften Städte und Gemeinden, bzw. Wirtschaftsräume mit schnellen Internetanschlüsse von 50 Megabit je Sekunde versorgt werden können.Die SPD im Landkreis Fulda wird sich verstärkt und intensiv für einen sehr schnellen Beginn beim Aufbau eines leistungsfähigen Glasfasernetzwerkes für den gesamten Landkreis Fulda einsetzen, erklären Günter Strelitz, Sabine Waschke, Winfried Möller und Bürgermeister Alexander Hohmann in einer gemeinsamen Presseerklärung zum Thema schnelle Internetanschlüsse. "Es muss doch möglich sein, in wenigen Wochen Gewerbe- bzw. Industriegebiete, die nur wenige hundert Meter neben der Datenautobahn liegen, mit Glasfaser zu erschließen und auch einen Provider zu finden", meint der Fraktionsvorsitzende der SPD Kreistagsfraktion Günter Strelitz, und fügt an, dass die SPD konkret für die Gemeinde Eichenzell das Gewerbegebiet Kerzell/Löschenrod in einem ersten Schritt ins Auge fasst.
Danach wird es dann, in einem weiteren Schritt, um den Industriepark Rhön gehen. 100 Prozent Glasfasererschließung muss das mittelfristige Ziel für den ganzen Landkreis Fulda sein, darüber sind sich die SPD Politiker einig, und es sollen sowohl auf Gemeinde- wie auch auf Kreisebene in den kommenden Monaten entsprechende Initiativen ergriffen und konkrete Anträge stellen werden. Eine moderne IT- und Telekommunikationsstruktur stellt eine der tragenden Säulen unserer Gesellschaft dar. Sie ist von elementarer Bedeutung für Osthessen als Wirtschaftsstandort, und gleichermaßen wichtig für die Bürgerinnen und Bürger im ländlichen Raum. Gebraucht werden zukünftig Übertragungsraten von 50 Megabit je Sekunde, was eigentlich nur mit Glasfaserkabeln möglich ist, darüber sind sich alle politisch Verantwortlichen einig. Fehlender Breitbandzugang bedeutet einen Standortnachteil für die Region, der sie in ihrer allgemeinen und vor allem wirtschaftlichen Entwicklung einschränkt. Wir wollen den flächendeckenden Breitbandausbau und den Ausbauprozess selbst beschleunigen. "Dabei werden Städte, Gemeinden bzw. der Landkreis Fulda Geld in die Hand nehmen müssen", betonen Waschke und Möller. Erfolgreich wird dieses Unterfangen aber nur dann sein, wenn die Zusammenarbeit von all denen verstärkt wird und funktioniert, die zum raschen Erreichen dieses Ziels beitragen können. In diesem Zusammenhang nennen die SPD Politiker die ÜWAG, oder beispielsweise den Anbieter von Medien- und Kommunikationsdienstleistungen Unitymedia, die Telekom und natürlich die WINGAS.
Funkgestützte Techniken werden nicht grundsätzlich abgelehnt, sondern lediglich als Zwischenlösungen gesehen werden. Aber auch hier geht es nach einhelliger Meinung der Kreis SPD viel zu langsam: So ist die Mega Access GmbH als Anbieter für die Gemeinden im Regionalforum Fulda Südwest (Bad Salzschlirf, Eichenzell, Flieden, Großenlüder, Hosenfeld, Kalbach und Neuhof) seit Monaten hinsichtlich der Realisierung einer Funk-Kabel-Lösung im Verzug.
Auch die Eiterfelder SPD-Fraktion sieht eine Funk-Kabel-Lösung als eine Zwischenlösung an. Eine gemeindeweite Verlegung von Glasfaserkabeln ist vor dem Hintergrund der bisher vorliegenden Angebote der Telekom (500.000 EUR allein für Ufhausen und Großentaft) derzeit aber nicht realisierbar. Die Funk-Kabel-Lösung bietet zumindest den Vorteil, dass alle Ortsteile unserer Gemeinde mit DSL versorgt werden können. Was wir brauchen ist eine landkreisweite Initiative für eine geschlossene Glasfaserversorgung, wie sie von der SPD-Kreistagsfraktion gefordert wird.
Quelle: http://www.spd-eiterfeld.de/presse/aus_der_kreistagsfraktion_100_prozent_glasfaser_fuer_den_landkreis_fulda-120/ (20.05.2012 14:28)
