Besuch von MdB Meßmer in Eiterfeld
03.06.2010
Besuch von MdB Meßmer in Eiterfeld
Am vergangenen Mittwoch hatte die Eiterfelder SPD den Bundestagsabgeordneten Ullrich Meßmer zu Gast. Die Eiterfelder SPD hatte im Rahmen einer "Energy Tour" ein Besuchsprogramm zusammen gestellt, dass sich rund um das Themenfeld erneuerbare Energien drehte.
Der Ortsvereinsvorsitzende Michael Busold und Gemeindevertreter Hubert Wittner, der das Besuchsprogramm vorbereitet hatte, begrüßten Meßmer, der in dieser Wahlperiode die Marktgemeinde Eiterfeld mitbetreut, am Bürgerhaus in Eiterfeld. Danach startete das Besuchsprogramm im Eiterfelder Schwimmbad. Bademeister Gerhard Wiegand stellte die Funktionsweise der Solarabsorberanlage vor, die nun im dritten Jahr im Einsatz ist. Bei ausreichend hohen Außentemperaturen schaltet die Beheizung des Beckens von der Ölheizung auf die Solarabsorberanlage um. Die Koalition aus SPD und FWG hatte sich für die Anschaffung dieser Anlage stark gemacht. Michael Busold sagte hierzu: "Uns war wichtig, dass auch die Gemeinde selbst in die Nutzung von erneuerbaren Energien einsteigt, denn viele Bürgerinnen und Bürger haben das bereits vor uns getan."
Das Besuchsprogramm wurde anschließend in der Rapsölmühle in Großentaft fortgesetzt. Jürgen Klose begrüßte den Bundestagsabgeordneten und die anwesenden Mitglieder der SPD. Klose stellte dann das Geschäftsmodell der Großentafter Rapsölmühle mit ihrem regionalen Ansatz vor. Anschließend berichtete er über die aktuellen Probleme der Rapsölmühlen: Im Jahr 2008 wurden die Förder- und Besteuerungsregeln für Rapsöl deutlich verschlechtert. Der ökologisch sinnvolle Einsatz von Rapsöl war zunächst als förderwürdig eingestuft worden. Es sei unverständlich, dass dann den Ölmühlen der Förderhahn wieder zugedreht würde. Meßmer nahm diese Schilderungen auf und betonte, dass die Förderung von erneuerbaren Energien weiterhin Priorität haben muss.
Anschließend folgte ein Gespräch mit Hubert Schmelz am Standort des geplanten Solarparks in Großentaft. Das Projekt wurde auf der Zielgeraden auf Eis gelegt. Hintergrund ist die von Bundesregierung und Bundestag beschlossene Änderung der Solarförderung, die eine harte Stichtagsregelung beinhaltet. Schmelz unterstrich, wie wirklichkeitsfremd diese Stichtagsregelung sei, da solche Projekte einen zeitlichen Vorlauf von mehreren Monaten benötigten.
(Die Hünfelder Zeitung berichtete zu diesem Projekt und den Hintergründen: http://www.fuldaerzeitung.de/newsroom/huenfeld/Huenfeld-Plaene-fuer-Solarpark-sind-aufs-Eis-gelegt;art17,296099.)
Ullrich Meßmer kritisierte an diesem Beispiel die Kappung der Solarförderung, die er grundsätzlich für falsch hält.
Das Besuchsprogramm von Ullrich Meßmer schloss mit einer kleinen Kaffeetafel und einer kurzen Ansprache von Ullrich Meßmer vor Mitgliedern der Eiterfelder SPD ab.
Insgesamt gab es im Jahr 2008 in der Marktgemeinde Eiterfeld 136 Photovoltaikanlagen, 2 Windkraftanlagen und 3 Biomasseanlagen, die über 9 Mio. kWh Strom erzeugten. Die Marktgemeinde Eiterfeld nimmt damit einen Spitzenplatz im Landkreis Fulda ein.
Quelle: http://www.spd-eiterfeld.de/presse/besuch_von_mdb_messmer_in_eiterfeld-102/ (20.05.2012 14:29)
